Dienstag, 02. Juni 2026, 16 Uhr

Auch die BEP City West ist nun beschlossen!

Zwei Bereichsentwicklungsplanungen in weniger als einem Jahr!

Im Sommer 2025 beschloss das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg die Bereichsentwicklungsplanung für das Gebiet Tempelhof/ Mariendorf Nord. Rund ein Jahr hatte der eigentliche inhaltliche Erarbeitungsprozess, gedauert, dann folgten noch letzte Abstimmungen und die Fertigstellung samt den politischen Beschlüssen.
Nun liegt auch die frische beschlossene BEP für die City West vor. Sie brauchte, wegen eines Wechsels in der Bearbeitung und einer fachlich begründeten Ruhephase deutlich länger, ist nunmehr aber von der Planergemeinschaft erfolgreich zu Ende gebracht worden.

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Kurfürstendamm mit Blick auf die Gedächtniskirche, Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf

Mit der Bereichsentwicklungsplanung ist ein altes Instrument der Bauleitplanung zu neuem Leben erweckt worden. Für ein räumlich begrenztes Teilgebiet eines Bezirkes integriert sie räumlich-städtebauliche Planungsziele wie sektorale und gesamtstädtische Ziele in einem Planwerk. Der Erarbeitungs- und Abstimmungsprozess bietet die Möglichkeit, konsensuale wie konfligierende Ziele aufzuspüren und einen zu einem Interessenausgleich zu gelangen. Durch die notwendigen formellen Beteiligungsschritte haben nicht nur Träger öffentlicher Belange, sondern auch Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich in diesen Prozess einzubringen.

Auch für Fragen von Klimaschutz und vor allem Klimaanpassung bietet die BEP gute Voraussetzungen, Handlungserfordernisse, stadträumliche Ziele und Maßnahmen zu benennen und für die konkretere Planungs- und Umsetzungsphase einen Rahmen zu schaffen.

Mit der BEP liegt im Ergebnis ein planerischer Leitfaden, untersetzt mit konkreten Maßnahmenvorschlägen für das weitere Handeln der Verwaltung vor. Die BEP ist hinreichend konkret, lässt aber Spielräume für die kleinräumliche Vertiefung – und ist so ein gutes Handwerkszeug für komplexe Entwicklungsprozesse.

Für die Planergemeinschaft selbst sind diese zwei BEPs eine Rückkehr zu einem sehr frühen Arbeitsfeld aus den 1970er Jahren und den mittleren 1990er Jahren, als nach der Wiedervereinigung der beiden Stadthälften rasch integriert planerische Grundlagen geschaffen werden mussten. Dabei hat sich gezeigt, dass zwar die Räume, Aufgaben und Ziele natürlich wechseln, die planerische Herangehensweise, den jeweiligen Raum zu erfassen und zu verstehen, unterschiedliche Planungsdokumente auszuwerten und daraus Ziele, eigene bzw. zu übernehmende Ziele abzuleiten und mit geeigneten Maßnahmen zu versehen, auch weiterhin aktuell ist.

 

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