Klimaanpassung im Stadtumbau

Betroffenheit und GefährdungInstrumenteMaßnahmenStrukturen und ProzesseÖffentlichkeitsarbeitBeteiligung

Warum Klimaanpassung und warum im Stadtumbau?

Der Klimawandel ist eine Herausforderung für jede Kommune. Auch Städte, die noch nicht auffällig von zunehmenden Hitze- und Trockenperioden, Starkregen oder Hochwasser betroffen sind, müssen sich schon heute auf die Folgen der Klimaänderung einstellen: längere und intensivere Witterungen mit Hitze, Trockenheit, Sturm und Starkregen. Während es Aufgabe des Klimaschutzes ist, menschengemachte Veränderungen des Klimas zu verhindern oder einzudämmen, ist Klimaanpassung die Notwendigkeit, sich den bereits eingetretenen und erwarteten Veränderungen zu stellen, um Schäden an Menschen, Umwelt und Infrastruktur abzuwenden oder abzuschwächen.

Der Stadtumbau hat sich als "lernendes Programm" erfolgreich im Umgang mit neuen Herausforderungen, wie es auch der Klimawandel ist, bewiesen. Es gibt viele gute Argumente, Klimaanpassung nicht nur bei der Stadtentwicklung auf der „grünen Wiese“ sondern auch beim Stadtumbau gezielt mitzudenken und umzusetzen:

  • Die Stadt für das Klima von Morgen wird heute gebaut.
  • Kommunaler Klimaschutz ersetzt nicht den Anpassungsbedarf an den Klimawandel.
  • Klimaanpassung im Stadtumbau ist eine kommunale Pflichtaufgabe.
  • Klimaanpassung ist eine Investition in Risikovorsorge und Lebensqualität.
  • Klimaanpassung schafft durchgrünte und attraktive Stadträume.
  • Klimaanpassung im Stadtumbau erhöht die Freiraumqualität.
  • Klimaanpassung im Stadtumbau ist erprobt – es gibt viele gute Beispiele.
  • Klimaanpassung lässt sich in geplante Maßnahmen integrieren.
  • Stadtumbauprozesse bieten gute Anknüpfungspunkte für Klimaanpassung.

Mehr Information zu guten Argumenten: BBSR (2016): Klimaresilienter Stadtumbau. Bilanz und Transfer von StadtKlimaExWoSt. (Auszug Broschüre)

Wie funktioniert die Toolbox Klimaanpassung im Stadtumbau?

Die Inhalte der Toolbox sollen Sie inspirieren und motivieren, für Klimaanpassung im Städtebauförderungsprogramm Stadtumbau und in der Stadtentwicklung aktiv zu sein. Die Toolbox gliedert sich in sechs Boxen mit verschiedenen Schwerpunkten. Jede Box enthält wiederum mehrere Themen-Steckbriefe mit Anregungen, informativen Links und Hinweisen aus verschiedenen Fallstudienstädten. Die Steckbriefe sind jeweils als PDF angelegt und können auch einzeln ausgedruckt werden.

Zum Projekt

Die Toolbox ist Ergebnis des BMI-/BBSR-Forschungsprojekts "Klimaresilienter Stadtumbau - Erfolgreiche Planungs-, Kooperations- und Kommunikationsprozesse" (2017-2019). Das Projekt hatte die Entwicklung einer anwendungsorientierten Arbeitshilfe zur Implementierung der Klimaanpassung in die kommunale Planungspraxis des Stadtumbaus zum Ziel. Im engen Austausch mit den Planer*innen und Klimamanager*innen der kommunalen Verwaltung der Fallstudienstädte Berlin, Dortmund, Esslingen, Greifswald, Halle, Jena, Kassel und Remscheid wurde eine Auswahl beispielhafter Handlungsempfehlungen zusammengestellt, die hilfreich für die Integration der Klimaanpassung in Planung und Umsetzung beim Stadtumbau sein können. Die meisten Anregungen der Toolbox eignen sich natürlich auch für andere Städtebauförderungsprogramme und für die kommunale Stadtentwicklungsplanung. Die Toolbox bietet somit kommunalen Akteuren und Planern Anregungen für den klimaresilienten Stadtumbau mit erprobten Werkzeugen und Prozessen.

Das Projekt "Klimaresilienter Stadtumbau" ist eine Studie des Forschungsprogramms "Experimenteller Wohnungs- und Städtebau" (ExWoSt) vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) und vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI).