Bebauungsplan 7-95 "Marienhöfe" im Bezirk Tempelhof-Schöneberg

Das Plangebiet liegt im Südwesten des Ortsteils Tempelhof östlich der Regional- und S-Bahntrasse und hat eine Größe von rund 14,5 ha.
Anlass für die Aufstellung des Bebauungsplans war zum einen das hohe Wohnungsdefizit in Berlin bei gleichzeitig starker Nachfrage nach (bezahlbarem) Wohnraum, zum anderen die ebenfalls hohe Nachfrage nach Gewerbeflächen. Geplant ist die Entwicklung eines durch Wohnen und Gewerbe geprägten neuen integrierten Stadtquartiers.
Für die im nördlichen Teilbereich entfallenden gewerblichen Flächen wurde eine Machbarkeitsstudie erarbeitet. Diese sieht zur Kompensation die Qualifizierung von 58.000 m² gewerblich genutzter Fläche im südlichen Teilbereich vor. Hierfür sollen gewerbliche Nutzungen im Sinne einer funktionalen Mischung in mehrgeschossigen Gebäuden untergebracht werden. Als Besonderheit ist hier die Errichtung eines Handwerkerhauses geplant. Das bestehende Gewerbe entlang der Röblingstraße wurde gesichert.
Die angestrebte Entwicklung war unter Anwendung des vorhandenen Planungsrechts nicht genehmigungsfähig. Die planungsrechtliche Sicherung der zuvor genannten Ziele erfolgte durch die Festsetzung von urbanen Gebieten gemäß § 6a BauNVO im nördlichen Plangebiet und Gewerbegebieten gemäß § 8 BauNVO im südlichen Plangebiet sowie der Festsetzung von Sonderbaugebieten gemäß § 11 BauNVO.

 

Bebauungsplan 7-95 "Marienhöfe" im Bezirk Tempelhof-Schöneberg
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Bearbeitung: 
Elke Minor, Benjamin Wada-Rütenik
Auftraggeber: 
RS GmbH & Co. Immobilien II KG
Projektort: 
Berlin Tempelhof
Jahr: 
Regelverfahren gemäß § 2 BauGB, festgesetzt im Juli 2023